E-Bike-Radtour entlang der Grüne Route/La Route Verte von Schaffhausen nach Genf

E-Bike-Radtour entlang der Grüne Route/La Route Verte von Schaffhausen nach Genf

Komfortable E-Bike-Velo-Tour entlang der wunderschönen Jurabögen. Die Tour führt von den mächtigen Rheinfällen in Schaffhausen durch 6 Schweizer Nationalparks und die Hügel des Jura. Eines der Highlights ist sicherlich der idyllische Lac de Joux vor den Toren Genfs. 

Gastblogger Ronnie hat diese organisierte Tour mit seiner Freundin unternommen und war von seiner ersten mehrtägigen Radtour komplett begeistert. Sie hatten sich für ein Angebot von Eurotrek entschieden, welches neben Übernachtungen auch den täglichen Gepäcktransport und auch die E-Bike-Miete beinhaltete. Ein komfortables Komplettpaket also, bei welchem man nur noch radeln musste. Wegen der teilweise konditionell anspruchsvollen Anstiege empfiehlt es sich, die Tour mit dem Elektrovelo in Angriff zu nehmen. 

Etappe 1: Schaffhausen – Herznach

Anreise an einem Samstagmorgen von Zürich nach Schaffhausen. Dort angekommen geben wir erstmal unser Gepäck beim SBB-Schalter ab und nehmen Velotaschen mit Werkzeugen und Pumpe von Eurotrek entgegen. Weiter geht es zur Velostation am Bahnhof, wo wir unsere E-Bikes in Größe M und L entgegennehmen wollen. Nachdem wir die Velotaschen montiert hatten und fast schon losfahren wollten, werden wir von den Vermietern aufgehalten. Anscheinend wurden zwei E-Bikes in Größe S für uns reserviert. Wir sind ein bisschen genervt, weil wir noch 90 km vor uns haben und es langsam gegen 10 Uhr zugeht. Nach Abklärung mit SBB und Eurotrek dürfen wir dann aber erstmal mit M und L losfahren. 

Schaffhausen
la route verte e-bike

Schnell verlassen wir Schaffhausen und radeln durch Rebberge und malerische Dörfer des Naturparks Schaffhausen. Wir sind erstmal erleichtert, dass es nicht regnet und alles gut ausgeschildert ist. Kurz nach Hallau überqueren wir die Grenze und nehmen einen kurzen Abschnitt in Deutschland in Angriff. Leider biegen wir einmal falsch ab und machen einen Umweg von etwa 10 km. Bei Koblenz beenden wir dann aber den Abstecher ins Nachbarland und haben wieder Schweizer Velowege unter unseren Rädern. 

Während meine GPS Uhr erst 50 km zurückgelegte Distanz anzeigt, ist die Reichweite für unsere Akkus nicht mehr hoch genug. Vor allem da wir gegen Schluss der heutigen Etappe noch einen steilen Aufstieg zu bewältigen haben. Wir entscheiden uns eine Pause einzulegen im Kurort Bad Zurzach. Im Restaurant Höfli verpflegen wir uns und laden die Akkus wieder auf. 

Die letzten 40 km absolvieren wir ohne allzu große Pausen, da es langsam spät wird. An der Linner Linde machen wir dann aber doch einen kurzen Halt und bestaunen den 800 Jahre alten Baum. Die 900 Höhenmeter haben wir zu diesem Zeitpunkt schon hinter uns, weshalb die letzten Kilometer nicht mehr so streng sind. 

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Trotzdem sind wir dann sehr froh, als wir um etwa 18:00 Uhr unser Ziel in Herznach erreichen. Erst dort realisieren wir, dass wir den Gasthof schon kennen – von einem feinen Mittagessen auf einer früheren Radtour. Wir verstauen die Elektrovelos und finden unser Gepäck schon auf dem Zimmer nach dem Check-In. Um Muskelkater zu verhindern,  machen wir kurz einige Übungen auf der Blackroll. Nach dem Nachtessen sind wir froh, nach diesem langen Tag und den vielen Kilometern uns ins Bett legen zu können.

ECKDATEN TAG 1

Dauer7:45 Stunden (Fahrzeit 5:15)
Länge91.3 km
Höhenunterschied↗ 905 HM ↘ 895 TM
LageSchaffhausen, Deutschland und Kanton Aargau
Genaue RouteSchaffhausen – Herznach
Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionmittel

Etappe 2: Herznach – Balsthal

Nach einer erholsamen Nacht müssen wir am nächsten Morgen bis 9:30 Uhr warten bevor wir losfahren können. Eurotrek will unsere E-Bikes austauschen, damit der Bahnhof Schaffhausen wieder den korrekten Bestand hat für die weiteren Vermietungen. Mit neuen E-Bikes verlassen wir Herznach an diesem Sonntag Morgen und nehmen die ersten kleinen Anstiege in Angriff.

An Hochstammbäumen vorbei rollen wir langsam Richtung Kanton Basel Land. Das Wetter ist nicht allzu schlimm. Es ist zwar eher eine trübe Suppe im Moment, aber wir sind froh, dass der Regen ausbleibt. 

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Das Gebiet wird urbaner und wir erreichen nach 35 km Liestal, den Hauptort von Baselland. Weil es Sonntag ist, haben wir ein paar Tage zuvor Plätze für einen Brunch reserviert im Kulturhotel Guggenheim. Unsere Akkus können wir freundlicherweise in einem Büro des Hotels aufladen lassen und stärken uns mit Gipfeli, Früchten und Müsli.

Bei Wasserfallen gewinnen wir an Höhenmeter und meistern die bisher größte Steigung. Hier sind wir wirklich froh um die Unterstützung durch unsere E-Bikes. Oben auf 1000 m über Meer angekommen, fängt es dann doch noch an zu regnen und Nebel kommt noch dazu. 

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Wir legen nur eine kurze Pause ein und treten bald die Abfahrt an. Hier sind wir etwas verwirrt, da der Veloweg zuerst über einen schmalen Waldweg führt und dann für 50 Meter über eine Wiese. Danach haben wir aber wir Asphalt unter unseren Rädern und rollen an Bauernhöfen vorbei über die Grenze in den Kanton Solothurn. Nach den 90 km von gestern kommt uns die gemütliche Abfahrt entgegen und schon bald erreichen wir unser Etappenziel in Balsthal.

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ECKDATEN TAG 2

Dauer5:30 Stunden (Fahrzeit 3:45)

Länge68.1 km
Höhenunterschied↗ 1380 HM ↘ 1300 TM
LageKanton Aargau, Basel Land, Solothurn

Genaue RouteHerznach – Liestal – Balsthal
Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionschwer

Etappe 3: Balsthal – St. Ursanne

Endlich können wir an diesem Morgen schon um 9:00 aufbrechen nachdem das E-Bike Problem gelöst wurde. Nach der etwas lockeren Etappe am Tag zuvor haben wir heute wieder fast 85 km vor uns und werden auf unserem Weg nach St. Ursanne 3 Pässe überqueren.

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Schon kurz nach Balsthal steigt die Straße an und wir kämpfen uns den Passwang hoch. Auch hier haben wir nebst Regen auch dichten Nebel. Wir fahren vorsichtig und halten einige Male bei Ausstellplätzen an damit uns LKWs überholen können.

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Nach dem ersten Pass bessert sich auch das Wetter und wir rollen auf schönen Naturwegen über die Sprachgrenze in den Kanton Jura. Im Hauptort Delémont laden wir wiederum unsere Akkus auf und genießen ein Mittagessen in einem Bistro. Wir waren vor der Tour etwas skeptisch, weil die Akkus bei den längeren Touren am Mittag aufgeladen werden müssen. Aber die Pausen kommen uns entgegen und wir können jeweils ausruhen und sehen so auch jeweils ein Teil einer Stadt auf dem Weg. Nach 1.5 Stunden sind die Akkus meist wieder zu 90-100% aufgeladen.

Am Mittag haben wir heute schon 50 der 85 km hinter uns gebracht. So fahren wir am Nachmittag über die leicht weniger hohen Col des Rangiers und Col de la Croix. Auf der letzten Abfahrt regnet es dann auch nicht mehr und wir fahren auf schönen Naturwegen zwischen den grün leuchtenden Bäumen hinunter in das mittelalterliche Städtchen St. Ursanne.

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Im Hotel de la Couronne genießen wir die regionale Küche ruhen uns nach dieser dritten Etappe aus. Vor allem den lokalen Fisch kann ich empfehlen. Nach dem Abendessen bleibt auch noch genügend Zeit, um das schöne Städtchen zu erkunden.  

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Wir müssen an dieser Stelle sagen, dass wir positiv überrascht sind von der Hotelauswahl von Eurotrek. Fast jeden Abend gibt es eine regionale Karte und das Personal ist jeweils freundlich und hilft uns die Velos für die Nacht unterzubringen.

ECKDATEN TAG 3

Dauer7:00 Stunden (Fahrzeit 4:45)
Länge84.0 km
Höhenunterschied↗ 1575 HM ↘ 1640 TM
LageKanton Solothurn, Basel Land, Jura

Genaue RouteBalsthal – Bärschwil – Delémont – Cornol – St. Ursanne
Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionschwer

Etappe 4: St. Ursanne – La Chaux-de-Fonds

Für die vierte Etappe gibt es eine Abweichung zur offiziellen Route Verte. Das Tagesziel liegt nicht in Mont-Soleil, sondern 20 km weiter in der Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds. Kurz vor 9:00 Uhr verlassen wir an diesem Morgen das schöne St. Ursanne. Gleich zu Beginn folgt auch heute ein steiler Aufstieg mit 500 Höhenmetern auf den ersten 10 km. Und auch mit dem Wetter haben wir diese Woche kein Glück und es regnet fast den ganzen Tag. Wir lassen uns die Laune allerdings nicht verderben. Mit der richtigen Ausrüstung bleiben wir trocken, zu empfehlen sind hier ein Regenschutz für den Helm und auch für die Schuhe gibt es Überschuhe die vor Nässe schützen.

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Nach dem steilen Aufstieg wird es für viele Kilometer eher flach und wir radeln durch die typische Jura Landschaft des Naturparks Doubs. Unterwegs kommen wir an Windrädern und Pferden vorbei. Es bleibt zwar grau, aber wir können trotzdem verstehen wieso die Tour den Namen “Die grüne Straße” erhalten hat. Wir radeln zwischen saftig grünen Wiesen hindurch und durchqueren etliche Wälder.

 

Nach etwa einer Stunde Fahrt spüre ich wie die Unterstützung durch den Elektromotor auf einmal wegfällt. Glücklicherweise ist der Weg zu diesem Zeitpunkt leicht abfallend. Aber auch einige Minuten später sieht es nicht besser aus und auf dem Bildschirm erscheint die Meldung “Remote Verbindungsfehler 33-18”. Hinzu kommt, dass wir kurz vor einem Aufstieg stehen und der nächste Velomechaniker etliche Kilometer entfernt ist. Wir informieren Eurotrek, die kurz abklären wer uns abholen kann oder bei einer Reparatur helfen. Gleichzeitig prüfe ich nochmals alle Kabel an meinem E-Bike. Und siehe da, die Meldung verschwindet wieder vom Bildschirm. Die beiden Kabel unterhalb des Bildschirms saßen etwas locker. Nachdem wir Entwarnung gegeben haben bei Eurotrek können wir wieder mit Unterstützung weiterfahren. 

 

Keine halbe Stunde später realisieren wir, dass wir falsch abgebogen sind. Wir absolvieren eine kleine Schlaufe von 5 km und gelangen dann wieder zum Bauernhof, wo wir die falsche Straße gewählt hatten. Dieses Mal wollen wir es besser machen. Erst dort realisieren wir, dass wir das Viehgitter öffnen müssen, um auf den richtigen Veloweg zu kommen. Natürlich zeigt auch die Beschilderung ganz klar in diese Richtung. Für uns war das allerdings zuerst nicht offensichtlich. Allgemein muss man sagen, dass die Veloweg Beschilderung in der Schweiz sehr gut ist und es kaum je Zweifel gibt, welchen Weg man jetzt wählen muss.

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Auf den rund 70 km haben fast 1600 Höhenmeter zu bewältigen. So legen wir auch heute eine Mittagspause ein. Dieses Mal machen wir einen Halt auf dem Land bei einem kleinen, sympathischen Restaurant La Combe à la Biche. Hier befinden wir uns schon im französischsprachigen Teil vom Kanton Bern. 

Nach dem Mittag hat auch der Regen etwas nachgelassen und wir nehmen die letzten 200 m Steigung auf den Mont-Soleil in Angriff. Viel Sonne sehen wir auf diesem Berg allerdings nicht. Dafür präsentieren sich uns sieben oder acht riesige Windräder. Verständlich bei dem häufigen Wind in dieser Region.

Die restliche Abfahrt fühlt sich dann eher gemütlich an und es ist zum ersten Mal regenfrei an diesem Tag. Kurz vor 16:00 erreichen wir La Chaux-de-Fonds und somit auch den Kanton Neuenburg. Wir kennen La Chaux-de-Fonds schon von einem früheren Besuch und mögen die Stadt nicht besonders. Es ist eine (Uhren-)Industriestadt mit orthogonal angeordnetem Straßennetz. Definitiv einen Besuch Wert ist allerdings das Uhrenmuseum. Ebenfalls zu empfehlen ist das Carvi Noir, wo wir ein leckeres Abendessen einnehmen.

ECKDATEN TAG 4

Dauer6:45 Stunden (Fahrzeit 4:15)
Länge71.6 km
Höhenunterschied↗ 1590 HM ↘ 1040 TM
LageKanton Jura, Bern, Neuenburg

Genaue RouteSt. Ursanne – Saignelégier – Mont-Soleil – La Chaux-de-Fonds

Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionschwer

Etappe 5: La Chaux-de-Fonds – COUVET

Nach den längeren Etappen an den ersten 4 Tagen haben wir heute nur rund 37 km vor uns und keine größeren Steigungen. Wir sind froh La Chaux-de-Fonds verlassen zu können. Die Fahrt aus den Städten raus ist immer ein wenig mühsam, aber nach einigen Minuten erreichen wir die ruhigen Landschaften des Kanton Neuenburgs.

Unterwegs und in den Unterkünften treffen wir auch immer wieder andere Leute, die eine Tour von Eurotrek machen. Es gibt ein großes Angebot an etwa 50 Touren bei Eurotrek. Wir haben auch einen Mann kennengelernt, der die Route Verte mit einem normalen Velo gefahren ist. Das ist also durchaus gut machbar trotz der teils happigen Anstiege. Für uns nicht so geübte Velofahrer war das E-Bike aber die richtige Entscheidung.

Am heutigen Tag haben wir zum ersten Mal schönes Wetter und können die Regenausrüstung weglassen. Wir fahren ohne Stress an den grünen Wiesen vorbei und haben mittlerweile vermutlich an die 1000 Kühe gesehen auf unserer Tour.

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Am Schluss der Tour liegt eine gemütliche Abfahrt ins berühmte Val de Travers. Im Dorf Travers machen wir heute unsere Mittagspause. Wir hätten zwar nur noch 5 km vor uns, aber wir gehen davon aus, dass das Gepäck noch nicht in Couvet angekommen ist. So macht es keinen Sinn, wenn wir um 11:00 schon beim Hotel sind. Die Akkus müssen wir heute glücklicherweise nicht aufladen.

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Nach der Mittagspause erreichen wir rasch unser Tagesziel in Couvet erreichen. Das Hotel de l’Aigle, wo wir übernachten, ist ein wirklich schönes Haus und hat ein cooles junges Team. Es ist übrigens auch eines der Swiss Bike Hotels. So geben wir hier auch die Velohosen in die Wäsche und reinigen unsere E-Bikes, die von den ersten regnerischen Tagen stark verschmutzt waren. 

Zu empfehlen in der Gegend ist natürlich auch die Wanderung zum Creux du Van. Diese haben wir uns allerdings schon zwei Jahre zuvor angeschaut und deshalb ruhen wir uns an diesem Tag im schönen Hotel aus. Weil wir schon im Val de Travers sind, probieren wir dann auch einen Absinth nach dem Abendessen.

ECKDATEN TAG 5

Dauer3:45 Stunden (Fahrzeit 1:55)
Länge36.9 km
Höhenunterschied↗ 430 HM ↘ 655 TM
LageKanton Neuenburg


Genaue RouteLa Chaux-de-Fonds – Les Ponts-de-Martel – Couvet
Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionleicht

Etappe 6: COUVET – Sainte Croix

Auch am sechsten Tag der Tour steht eine eher gemütliche Strecke von gerade einmal 38 km an. Wir durchqueren das Val de Travers und erreichen nach einem kleinen Anstieg mit dem Kanton Waadt den nächsten Schweizer Kanton. Bis auf 500 m kommen wir an die französische Grenze ran. Man könnte sich auf dieser Etappe also auch überlegen einen kleinen Umweg ins Nachbarland zu machen. Bei der aktuellen Covid-Situation lassen wir das jedoch bleiben.

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Das Dorf Sainte-Croix selbst gefiel uns nicht besonders. Die Gegend rund herum scheint aber ein schönes Gebiet zu sein für Wandern und Biken im Sommer sowie Langlauf im Winter. Der Ort ist außerdem bekannt für seine Spieldosen und Musikautomaten, die im Museum bestaunt werden können.

ECKDATEN TAG 6

Dauer5:15 Stunden (Fahrzeit 2:15)

Länge38.0 km
Höhenunterschied↗ 795 HM ↘ 465 TM
LageKanton Neuchatel, Waadt


Genaue RouteCouvet – La Côte-aux-Fées – Sainte-Croix
Tour durchgeführt imJuni 2021
Konditionmittel

Etappe 7: Sainte Croix – Lac de joux

Am zweitletzten Tag folgte die Etappe, auf die wir uns besonders freuten. Nach 43 km sollten wir Le Pont erreichen, was am Lac de Joux liegt. Das Wetter ist erneut genial und so fallen uns die insgesamt 1000 Höhenmeter leicht. Nach Sainte-Croix fahren wir in leichtem Anstieg durch den Wald bevor es dann steil abfällt nach Baulmes. Unterwegs machen wir Halt bei einem großen Rosenfeld. Die Fahrt bei diesem Wetter macht mehr Spass als in den ersten Tagen und zwischendurch sind wir sogar nur im T-Shirt unterwegs.

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Nach rund 2 Stunden und 35 km Fahrt erreichen wir Vallorbe. Ein Besuch wert sind vermutlich die Höhlen. An diesem Tag fahren wir jedoch weiter und möchten am Mittag unser Ziel beim See erreichen. Auf den letzten Kilometern folgt ein leichter Anstieg, der mit E-Bike natürlich kein Problem ist. Dann präsentiert sich uns auch schon der Lac de Joux auf rund 1000 m ü. M. und wir haben unser Tagesziel bereits am Mittag erreicht. 

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Im Restaurant du Lac stärken wir uns mit super Fisch bevor wir im Hotel de la Truite einchecken. Danach nutzen wir den schönen Nachmittag und unternehmen einen Spaziergang um den kleineren der beiden Seen (Lac Brenet). Dieser lässt sich in einer Stunde gut umrunden. Unser Beine bedanken sich für die Abwechslung in der Bewegung nach dem vielen pedalieren. 

Wir hatten die Badehose zwar eingepackt, aber die 16 Grad Wassertemperatur haben uns dann doch abgeschreckt und wir haben auf das Schwimmen im See verzichtet. Stattdessen haben wir das schöne Wetter auf der gemütlichen Hotel Terrasse genossen. Nach 6km Fahrt würde man auch hier die Grenze zu Frankreich überqueren und könnte sich zum Beispiel die Quelle des Doubs anschauen.

ECKDATEN TAG 7

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Etappe 8: Lac de joux – Genf

Am Samstagmorgen geben wir zum letzten Mal unser Gepäck ab und manövrieren die Velos aus dem Veloraum des Hotels. Zum Abschluss haben wir wiederum eine längere Strecke vor uns. Allerdings analysieren wir das Höhenprofil am Tag vorher und denken (oder hoffen), dass wir mit einer Akkuladung bis Genf durchfahren können. Nach einer Steigung auf dem ersten Teil der Strecke sollten wir für den Rest eine leichte Neigung nach unten haben und somit nicht allzu viel Unterstützung benötigen.

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Das Wetter heute hätten wir uns für die ganze Woche gewünscht. Nur vereinzelt sehen wir Wolken und trotzdem ist es nicht allzu heiß. So radeln wir an diesem letzten Tag unserer Tour durch die schöne Hügellandschaft langsam runter Richtung Genfer See.

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Am Schluss der Tour müssen wir gezwungenermassen durch die Stadt Genf. Wie immer etwas mühsam, aber schon nach wenigen Minuten erreichen wir mit dem Bahnhof Genf das Ziel der Route Verte. Die 80 km von heute haben wir in nicht einmal vier Stunden geschafft und wie erwartet reichte eine Akkuladung aus. Nun sind wir froh können wir unsere Elektrovelos zusammen mit den Seitentaschen beim Gepäckschalter der SBB angeben.

 

Da wir noch drei Stunden Zugfahrt vor uns haben möchten wir möglichst früh den Zug Richtung Zürich HB erwischen. Am Mittag um 12:00 ist das Gepäck allerdings noch nicht angekommen. So entscheiden wir uns in der Genfer Altstadt noch ein kleines Mittagessen einzunehmen. Pünktlich zum Espresso nach dem Essen erhalte ich dann einen Anruf der SBB, die uns Bescheid geben, dass das Gepäck nun angekommen ist. Danke SBB für den tollen Service. Mit dem Gepäck steigen wir dann in den Zug Richtung Zürich ein und reisen ein wenig erschöpft, aber glücklich nach Hause.

 

Obwohl das Wetter auf der ersten Hälfte der Tour teilweise sehr schlecht war sind wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Gegen Schluss, war es dann wirklich die “grüne Straße” mit blauem Himmel im Hintergrund. Die jeweiligen Unterkünfte waren größtenteils gut ausgewählt von Eurotrek und wir waren praktisch immer sehr zufrieden mit dem Zimmer und Restaurant. Man muss sagen, dass die längeren Etappen uns fast den ganzen Tag beschäftigt hatten. Vor allem weil wir jeweils am Mittag ein bis zwei Stunden Pause eingelegt hatten, um die Akkus aufzuladen. So haben wir an diesen Tagen den Weg an sich genossen und es blieb daneben nicht viel Zeit Sehenswürdigkeiten anzuschauen oder irgendwelche Museen zu besuchen.


Für uns waren es die ersten Veloferien und wir können die Route Verte definitiv empfehlen. Wir sind durch 8 Kantone gefahren und haben vieles gesehen, was man sonst verpassen würde, wenn man nur an einem Ort bleibt oder mit dem Auto oder ÖV unterwegs ist. Auch die regionale Küche haben wir jeweils genossen und haben so die Schweiz noch besser kennengelernt.


Je nach Velo-Fitnesslevel kann man sich auch mit einem normalen Velo an die Tour wagen. Während des zweiten Teils, kann man sich etwas erholen auf den leichteren Etappen. Der Gesamtpreis der Tour lag für 2 Personen bei etwa 2800.- CHF (Anfang Juni). Darin enthalten waren 7 Übernachtungen (mit Frühstück), täglicher Gepäcktransport und die E-Bike Miete. Zusätzlich muss man natürlich dann noch das Mittag- und Abendessen jeweils dazurechnen.

ECKDATEN TAG 8

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