Mehrtagestour Rosengarten (3 Tage)

Mehrtagestour Rosengarten (3 Tage)

mittel | 10:10 h | 26 km | ↑ 1600 Hm ↓ 2876 Hm

Das Rosengarten-Massiv zählt zweifelsohne zu einem der schönsten Gebirge der Dolomiten. Ich habe eine Tour für dich zusammengestellt, die ihr perfekt als Familie mit bergerfahrenen Kindern oder als Wanderer mit etwas Erfahrung unternehmen könnt und bei der sich die Länge mit jedem Tag steigert.

Südtirol ist sicherlich eines der schönsten Wandergebiete der Welt und so zieht es uns jedes Jahr wieder dorthin. Nachdem wir bereits eine erste Mehrtageswanderung in den Sextener Dolomiten mit den Kindern gewagt haben, steht dieses Jahr der Rosengarten-Durchquerung nichts im Weg. Bei dieser Tour erwarten dich mehrere steile Pässe, die von weitem so aussehen, als ob man dort nie hochkommen würde. Es erwarten dich heimelige Berghütten, leckere Südtiroler Kost und ein Wandererlebnis, welches du nicht so schnell vergessen wirst.

Ich nehme dich mit auf diese eindrückliche Hüttentour, stelle dir alle Etappen im Detail vor, was Du beim Gepäck beachten musst und wie es unseren Kindern (8 und 11 Jahre alt) auf der Wanderung ergangen ist. Die Tour umfasst 26 Kilometer, 1600 Höhenmeter im Aufstieg und 2900 Höhenmeter im Abstieg verteilt auf 3 Tage und eignet sich somit auch perfekt für ein verlängertes Wochenende.

TagAusgangspunktEndpunktStreckeAufstiegAbstiegDauer
1Kölner HütteVajolethütte4.3 km444 HM532 HM1:55 Stunden
2VajolethütteTierser Alpl Hütte7.3 km854 HM641 HM3:20 Stunden
3Tierser Alpl HütteVölser Weiher14.2 km313 HM1703 HM4:55 Stunden

Mehrtageswanderung Rosengarten:  Tag 1

Los geht’s an der Kölner Hütte (2337m)

Wir sind alle aufgeregt, als wir mit der Laurin Kabinenbahn hoch zur Kölner Hütte fahren. Es ist der perfekte Auftakt für die Tour und schnell nähern wir uns dem Rosengarten-Massiv. Wer die Tour am ersten Tag etwas verlängern möchte, der spart sich die Seilbahn und läuft direkt von der Frommeralm los (+ 600 Hm).
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Direkt bei der Hütte beginnt der felsige Wanderweg 550, der uns hoch zum eindrücklichen Tschagerjoch führen wird. Ziemlich schnell stehen wir vor einem kleinen Mini-Klettersteig, der mit Seilen und Steighilfen gesichert einen steilen Felsrücken überwindet (und dessen Ende von unten nicht zu sehen ist). Wir schlucken kurz – damit hatten wir nicht gerechnet. Sollen wir das unseren Kindern zutrauen? Wir entscheiden uns, das Risiko einzugehen und gehen davon aus, dass dieses Stück schon kurz sein wird, da es sonst ja nicht als Wanderweg markiert worden wäre.

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Die Entscheidung ist goldrichtig und wird der Auftakt von unseren späteren Klettersteigtouren mit den Kindern sein. Am Ende vom Tag meinen beide Kinder nämlich einstimmig, dass dies endlich mal eine spannende Wanderung war und sie lieber sowas in Zukunft machen wollen! Wir ahnten damals noch nicht, dass wir in den darauffolgenden Jahren sowohl die Brenta als auch die Sextener Dolomiten mit ihnen auf einer mehrtägigen Klettersteigtour besuchen würden.

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Nach dieser kurzen Klettereinlage geht der Weg weiterhin spannend weiter. Über Geröll nähern wir uns auf einem schmalen und ziemlich steilen Pfad dem Tschaggerjoch. Es folgen stufenförmige Trittelemente aus Holz und Halteseile, die den Aufstieg erleichtern. Wir sind alle begeistert und beeindruckt von der uns umgebenden Bergwelt. Der schweissauftreibende Aufstieg ist erstaunlich schnell geschafft und bald schon öffnet sich der Blick auf die Vajolethütte.

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Auf der anderen Seite vom Joch führt ein ziemlich steiler Weg (Nr. 541) hinab zum Rifugio Vajolet. Der Weg ist auch mit Kindern gut machbar und an den schwierigeren Stellen kann man sie gut an die Hand nehmen.

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Wir sind umgeben von einer majestätischen Bergkulisse der Trienter Bergwelt und können uns am Panorama des Rosengartens nicht sattsehen. Um uns herum ragen riesige Felswände in die Höhe und die Landschaft wirkt unwirklich.

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Bald schon geht der steile, steinige Wanderweg in einen angenehm zu laufenden Pfad über, der uns gemächlich der Hütte immer näher bringt. Von weitem ist die Vajolethütte mit ihren markanten blau-weiss gestrichenen Fensterläden bereits gut zu erkennen.

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Übernachtet wird in der Vajolethütte (2243m)

Die Vajoletthütte und die danebenliegende Preusshütte befinden sich in unmittelbarer Nähe der Vajolett-Türme. Wir werden hier sehr herzlich empfangen und habe das Glück, eines der Familienzimmer ergattert zu haben. Die Hütte bietet sogar (gegen Bezahlung) heisse Duschen an.

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Am Abend sitzen wir auf der Terrasse, blicken zurück auf den Wanderweg des heutigen Tages, den unsere Kinder bravorös gemeistert haben und sind mächtig stolz auf sie!

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ECKDATEN TAG 1

Dauer1:55 Stunden
Höhenunterschied↗ 444m ↘ 532m
Länge4.3 km
SchwierigkeitSchwierig, T2
LageRosengarten (Dolomiten), Südtirol, Italien
Genaue RouteKölner Hütte – Pas da la Coronele – Vajolethütte
Tour durchgeführt imJuli 2018
Geeignet für KinderAb 8 Jahren. Konditionell nicht anspruchsvoll, aber der Aufstieg vom Pass verlangt Konzentration.
Buchempfehlung

Mehrtageswanderung Rosengarten: Tag 2

Aufstieg zur Grasleitenpasshütte (2601m)

Nach einem sättigenden Frühstück steht sofort der erste Aufstieg bevor. Es handelt sich um einen einfachen, breiten Wanderweg, der zwar die ganze Zeit steil verläuft, aber ansonsten komplett unkompliziert ist. So erreichen wir nach ungefähr 45 Minuten bereits die Grasleitenpasshütte. Überall wimmelt es von Klettersteiggehern, die ihr Klettersteigset bereits montiert haben, da ein Klettersteig direkt bei der Hütte losgeht. Wir schauen uns das Gewusel ein wenig neidisch an, wissen aber, dass wir eines Tages nochmal hierher zurückkommen werden und mit unseren Kindern eine Klettersteigtour durch das Rosengarten-Gebiet unternehmen werden.

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Die gemütliche Holzhütte klebt förmlich am Berg und geniesst einen super Ruf. Häufig wird sie mit der nahegelegenen Grasleitenhütte verwechselt, so dass man bei der Tourenplanung darauf achten sollte.

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Wir befinden uns nun unterhalb des 3.004m hohen Kesselkogels und der Molignonpass ist bereits in der Ferne sichtbar. Wir schlucken etwas – da müssen wir nachher mit den Kindern hoch? Diesen erzählen wir erstmal nichts von ihrem Glück – sie werden schon noch früh genug danach fragen.

Der Abstieg von der Grasleitenpasshütte hinab in Richtung Grasleitenhütte führt durch Schuttgelände. Immer wieder geben die kleinen Schottersteine nach und wir rutschen hinab. Bei Nässe ist dieses Stück sicherlich nicht allzu angenehm. Schon bald haben wir den Talkessel erreicht – die Landschaft um uns herum ist unglaublich eindrücklich, da in allen Richtungen Bergwände steil aufragen.

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Mittagspause in der Grasleitenhütte (2165m)

Wir haben eine Mittagspause in der Grasleitenhütte eingeplant – die Kinder haben sich den Kaiserschmarren wahrhaftig verdient. Dieser kleine Umweg lohnt sich unbedingt (bei unsicherem Wetter oder Zeitmangel direkt zum Molignonpass hoch). Wie immer bestellen wir den obligatorischen Himbeersirup mit Soda und für jeden von uns einen Kaiserschmarren. Herrlich – mehr braucht es für uns als Familie nicht, damit wir zufrieden sind! Wir verschnaufen noch einmal und kündigen den Kindern nun an, dass wir ein kleines Stück zurücklaufen werden (die Begeisterung hält sich in Grenzen), um dann den Molignonpass zu erklimmen.

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Aufstieg zum Molignonpass (2598m)

Der Wanderweg zum Pass hoch ist herrlich und weniger schwierig als erwartet. An den schwierigen Stellen gibt es Stahlseile, die Sicherheit bieten. Unseren Kindern gefällt dieses Stück besonders gut. Später dann folgt man einem gut angelegten und auch breiten Wanderweg, der in zahlreichen Kehren den Pass hochführt.

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Wenn man sich direkt auf dem Wanderweg befindet, wirkt der Aufstieg gar nicht mehr so steil wie von weitem. Wir hatten uns wirklich nicht vorstellen können, wie wir hier mit den Kindern hochkommen sollten und hatten schon viel Widerstand erwartet. Auf wenn der Aufstieg kraftraubend ist, haben wir den Molignonpass erstaunlich schnell erreicht und der Blick zurück zum Kesselkogel ist wirklich eine Wucht!

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Die typischen Holz-Wegweiser der Dolomiten passen perfekt in die Landschaft des Rosengartens und geben tolle Fotomotive ab. Auch unsere Kinder sind stolz auf sich und posieren für Fotos. Das Gute ist, dass wir schon fast unser heutiges Ziel erreicht haben und das motiviert uns alle natürlich zusätzlich. Beim Zurückblicken sehen wir die 2 Pässe, die wir heute bereits überwunden haben – sie wirken unglaublich steil, hoch und uneinnehmbar.

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Allzu lange verweilen wir hier oben nicht, denn es kommt ein Wind auf und ein paar Regenwolken sind bereits am Horizont zu sehen. Wir holen bereits unseren Regenschutz hervor und kurz vor Erreichen der Tierser Alpl Hütte bekommen wir ein wenig vom Nieselregen ab. Das letzte Stück zur Hütte verlangt noch einmal volle Konzentration, geht es doch auf steilen Platten bergab. Diese sind jedoch durch Ketten entschärft, so dass auch Kinder diese Stelle gut meistern können. Als uns ein Mountainbiker entgegenkommt, der sein Bike auf dem Rücken hochträgt, vergessen die Kinder ganz, dass es für sie gerade anstrengend wurde und verstummen. 

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Übernachtet wird in der Luxushütte Tierser Alpl (2444m)

Die 2. Hütte unserer Tour hat eine unglaubliche Lage. Mit ihrem knallroten Dach bietet sie einen tolle Farbtupfer innerhalb der Grautöne vom Dolomitengestein und begrüsst uns damit schon von weitem.

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Es ist eine private Hütte und erinnert uns stark an ein luxuriöses Berghotel. Unser Zimmer ist modern eingerichtet, mit viel Holz, Steckdosen und kuscheligen Decken. Nach einer heissen Dusche wird das T-Shirt für den nächsten Tag gewaschen und wir stoßen mit den Kindern in der gemütlichen Stube auf den heutigen Tag an.

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Da der Rest der Familie keine Lust mehr hat, die Umgebung zu erkunden, holen sie sich ein Brettspiel, während ich mir die Wanderschuhe schnappe und ein wenig weiterlaufe. Ich habe gelesen, dass man von hier oben einen tollen Blick auf die Seiseralm hat. Trotz der bedrohlichen Regenwolken am Himmel habe ich Glück und komme trockenen Fusses zum Aussichtspunkt.

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Wir kennen die Seiseralm bereits und haben von dort aus auch bereits das Schlernhaus besucht. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn sich der Kreis schließt und man eine Gegend von oben erkennt, die man in der Vergangenheit bereits besucht hatte. Die Landschaft ist wirklich umwerfend und sicherlich eines meiner Lieblingsgebiete in den Dolomiten!

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Pünktlich zum Abendessen erreiche ich die Hütte. Ein Blick in den Schuhraum offenbart, dass die Hütte wirklich sehr beliebt ist und auch zudem ausgebucht. Wir verbringen einen gemütlichen Abend bei wirklich feinem Essen und fallen bald schon erschöpft in unsere kuscheligen Betten.

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ECKDATEN TAG 2

Dauer3:20Stunden
Höhenunterschied↗ 854m ↘ 641m
Länge7.3 km
SchwierigkeitSchwierig, T2
LageRosengarten (Dolomiten), Südtirol, Italien
Genaue RouteVajolethütte – Grasleitenpasshütte – Grasleitenhütte-Molignonpass-Tierser Alpl Hütte
Tour durchgeführt imJuli 2018
Geeignet für KinderAb 8 Jahren. Konditionell nicht anspruchsvoll, aber die Abstiege und Aufstiege bei den Pässen verlangen Konzentration und Durchhaltewillen.
Buchempfehlung

Mehrtageswanderung Rosengarten: Tag 3

Abstieg ins Tal durch immergrüne Landschaften

Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne bei strahlend blauem Himmel – wow, was werden wir auf dieser Tour verwöhnt. Wir haben übrigens bei all unseren Dolomitentouren im Juli/August bisher immer Glück mit dem Wetter gehabt und nur sehr selten mal regnerische Tage erwischt. Unser erstes Etappenziel des Tages ist das Schlernhaus und ein Blick auf die Karte lässt vermuten, dass dies eine einfache Wanderung wird (Schlernhaus 2.457m, Tierser Alpl Hütte 2.440m). Dies wäre aber sehr voreilig, da es doch einige Höhenmeter dazwischen zu überwinden gilt.

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Der Wanderweg heute ist landschaftlich unglaublich – wir kommen uns vor, als ob wir durch ein Märchen laufen. In sanftem Auf und Ab laufen wir über saftgrüne Hänge unterhalb steil aufragender Bergwände. Der Weg sieht aus der Ferne anspruchsvoll und steil aus, entpuppt sich aber als breiter, gut angelegter Weg, der auch mit Kindern super zu meistern ist. Bald schon nähern wir uns dem Schloss der Dolomiten und laufen vorbei an unzähligen Edelweiss-Blumen – wow, so etwas haben wir noch nie gesehen! Der Weg zur Hütte verläuft nun ohne große Höhenunterschiede und ist sehr angenehm zu laufen.

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Besuch vom Schloss der Dolomiten: Schlernhaus (2457m)

Das Schlernhaus ist eine wahre Institution in dieser Gegend und wird demzufolge rege besucht. Mit kleineren Kindern bietet sich eine weitere Nacht an, um diese Etappe zu verkürzen. Wer hier nur einen Zwischenstopp einlegt, sollte sich unbedingt das Innere der urigen Hütte anschauen, da hier noch vieles von der ursprünglichen Einrichtung zu sehen ist. Die Hütte bietet eine umfangreiche Mittagskarte an und wer in der Gegend ist, sollte auch dem nahegelegenen Petz (2.650m) einen Besuch abstatten. Wir hatten diesen Aussichtsberg bereits bei einer früheren Wanderung mit den Kindern besucht (am Ende muss man sogar ein wenig kraxeln) und bei der heutigen Wanderung wäre es sich zeitlich nicht ausgegangen. Wir legen daher beim Schlernhaus nur eine kurze Trinkpause ein, da wir noch ein paar Stunden Weg vor uns haben.
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Mittagspause auf der Alm in der Sesselschwaige (1940m)

Vom Schlernhaus steigen wir steil in Richtung Sesselschwaige ab. Der Weg schlängelt sich in zahlreichen Kehren den Berg hinab und jeder von uns läuft in seinem eigenen Tempo. So kommen wir alle zu unterschiedlichen Zeiten an der Alm an und sind froh, dass wir noch Tisch ergattern, da hier am Wochenende viel los ist. Die Sesselschwaige ist eine Blockhütte im alten Stil und bietet einfache Südtiroler Gerichte an. Zahlreiche Tiere schleichen um uns herum und unsere Kinder sind besonders von der zutraulichen Hüttenkatze begeistert. Wir haben uns das Mittagessen wahrlich verdient und lassen es uns in dieser wunderbaren Umgebung auch schmecken!
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Die letzten Schritte auf dem eindrücklichen Prügelsteig

Es folgt ein weiteres Highlight des heutigen Wandertages – ein romantischer Wanderweg durch eine ca. 1 km lange Schlucht. Der Prügelsteig (auch Prügelweg oder Knüppelweg genannt) ist eine Wanderweg, welcher auf Holzbohlen verläuft. Diese sind ursprünglich für das Weidevieh angelegt worden, die die Schlucht durchqueren musste. Auch heute noch nutzen die Huftiere diesen Weg beim Viehauf- und abtrieb – dann sollte man diesen Weg allerdings meiden, da dann kein Vorkommen möglich ist.

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Im Sommer bietet der Prügelsteig durch die nahegelegenen Schluchtwände eine angenehme Kühle. Auch wenn das Vorwärtskommen etwas mühsam ist, finden unsere Kinder den Weg wirklich cool und haben Spass daran! Weit weniger Spass haben sie beim letzten Stück des Abstiegs – dieser zieht sich doch erstaunlich lang durch einen trotz allem wunderschönen Wald. Erleichtert atmen sie aber auf, als wir am Völser Weiher das Ende unserer Mehrtagestour erreicht haben – der heutige Tag war mit Abstand der längste für sie.

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ECKDATEN TAG 3

Dauer4:55 Stunden
Höhenunterschied↗ 313m ↘ 1703m
Länge14.2 km
SchwierigkeitSchwierig, T2
LageRosengarten (Dolomiten), Südtirol, Italien
Genaue RouteTierser Alpl Hütte – Sesselschwaige – Völser Weiher
Tour durchgeführt imJuli 2018
Geeignet für KinderAb 8 Jahren. Konditionell lange Tour, technisch nicht schwierig.
Buchempfehlung

Packliste für deine Hüttentour

Möchtest Du wissen, was Du alles auf deine Hüttentour mitnehmen sollst? Ich habe eine Packliste für Mehrtagestouren zusammengestellt, die perfekt für diese Tour geeignet ist. Probier es aus und nimm so wenig wie möglich mit! Auf den Fotos siehst Du, dass unsere Kinder fast kein Gepäck hatten bzw. nur ihre Klamotten getragen haben. Den Rest haben wir für sie getragen (Wasser und Snacks), um ihnen die Wanderung und vor allem die steilen Aufstiege so angenehm wir möglich zu machen.

An- und Abreise

Die An- und Abreise bei dieser Mehrtageswanderung gestaltet sich relativ unkompliziert. Ideal ist natürlich die Anreise mit den Öffentlichen, da in Südtirol alles perfekt ans Bahn- und Busnetz angebunden ist. Wer mit den Öffentlichen anreist, könnte z.B. im Gasthof Frommer Alm übernachten und am nächsten Morgen von dort direkt mit der Seilbahn starten.
Bei der Anreise mit dem Auto parkst Du dieses bei der Seilbahnstation der Kölner Hütte. Am Ende der Tour läufst Du vom Völser Weiher in 20 Minuten zur Moarmühle oder in 25 Minuten zum Camping St. Konstantin (je nach Busverbindung). Von dort geht es dann mit dem Bus mit zweimaligem Umsteigen weiter bis zur Frommer Alm. Die Fahrt dauert ungefähr 90 Minuten. Wir hatten damals Glück und es fuhr sogar ein Bus direkt bis vom Völser Weiher los. Auf der Seite von Südtirolmobil könnt ihr euch dann vor Ort über die genaue Verbindung informieren – es fahren aber sehr regelmäßig Busse.

4 Gedanken zu „Mehrtagestour Rosengarten (3 Tage)

  1. Hi! Super Tour!
    Ich habe eine Frage: wie kommt man vom Völser Weiher zum Ausgangspunkt zurück? Bzw. wo parkt man das Auto am besten?
    Vielen Dank! LG

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