Dolomiten Höhenweg Nr. 1 mit Kindern: Etappe 2 Senneshütte – Lavarellahütte

Dolomiten Höhenweg Nr. 1 mit Kindern: Etappe 2 Senneshütte – Lavarellahütte

einfach | 3:40 h | 10.6 km | ↑ 546 Hm ↓ 639 Hm

Einfache und kurze Etappe vom Rifugio Sennes zum Rifugio Pederü und später zum Rifugio Lavarella. Die Wanderung führt anfangs über ein Plateau, dann über das canyonartige Rautal steil hinab zum beliebten Berggasthaus Pederü. Am Nachmittag dann steil hinauf durch das Vallone di Rudo zum Lavarella-Hütte auf der Kleine Fanesalm. 

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Nach einem vorzüglichen Frühstück verabschieden wir uns wehmütig von der tollen Senneshütte und machen uns auf den Weg in Richtung Pederühütte. Wir laufen auf einen flachen Wiesenstück, bis wir den ersten Wegweiser erreichen und dort rechts abbiegen.

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Es folgt ein einfacher Abstieg zum Schutzhaus Fodara Vedla. Dieses steht auf einer kleinen grünen Hochebene am Nordfuss der Croda-Camin-Gruppe. Wenn die Senneshütte ausgebucht sein sollte, ist dies auch eine super Alternative zum Übernachten, da sie in 45 Minuten zu erreichen ist. Auch dieses Rifugio wirkt eher wie ein Berggasthaus und bietet wohl einen ähnlichen Komfort wie die Senneshütte. Auf der Terrasse gibt es ausserdem einen Brunnen, so dass man seine Flasche auffüllen kann. Wir lassen uns für eine kurze Pause nieder und schauen uns auch die kleine Kapelle an. Diese wurde von einem Einheimischen erbaut, nachdem seine beiden Söhne unversehrt aus dem Weltkrieg zurückkehrten.

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Von der Schutzhütte folgen wir dem Wanderweg, der oberhalb einer canyonartigen Schlucht entlangführt. Während rechts von uns ein steiler Abgrund ist (vorbildlich gesichert durch einen Zaun!), verläuft der Weg in Richtung Inneres Rautal. Uns kommen mehr und mehr Wanderer entgegen – man merkt, dass es n der Nähe (Rifugio Pederü) einen Parkplatz und auch eine Bushaltestelle hat und der Wanderweg für Tagesausflüge beliebt ist. So richtig können wir das nicht nachvollziehen – so herrlich die Schutzhütte Fodara Vedla auch liegt – der Wanderweg hier hoch ist nicht schön. Eine sehr steile und häufig auch betonierte Strasse führt vom Rifugio Pederü hier hoch. Zwischendrin verlässt der Wanderweg die Strasse, aber häufig laufen wir in steilen Kehren auf dem Fahrweg. Hunderte von Wanderer kommen uns entgegen – wir sind nach der Einsamkeit der letzten Stunde ziemlich erschlagen.

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Von oben gibt es einen sehr eindrucksvollen Tiefblick auf die Hütte, die jedoch von einem riesigen Parkplatz umgeben ist. Unten angekommen sind wir mitten im Trubel drin. Es hat Spaziergänger, Wanderer, Familien und auch viele Mountainbiker, die hier starten oder eine Pause einlegen. Wir lassen uns für die nächste Stunde in den Liegestühlen nieder, da erst ab 12 Uhr Mittagessen serviert wird. Viele andere Via-Alta-Wanderer ziehen weiter – es hat jedoch in den nächsten 2 Stunden keine weitere Hütte, so dass man auf ein Sandwich zurückgreifen müsste.

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Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall und wir werden mit sehr feinem Essen verwöhnt. Auch der Service ist sehr schnell und aufmerksam, so dass wir uns hier sehr wohl fühlen. Auch bei der Pederü-Hütte hat es einen Brunnen zum Wasser nachfüllen und schliesslich brechen wir zum Weitergehen auf.

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Der Weg verläuft anfänglich noch flach und führt uns immer weiter ins Tal rein. Bald jedoch verzweigt sich der Weg – die (E-)Biker werden links auf der Strasse langgeführt und die Wanderer rechts durch den Latschenwald. Es liegt wieder ein kurzer, aber heftiger Anstieg vor uns, bis wir den oberen Rand des Schutthangs erreicht haben. Von dort führt der Weg in leichtem Auf und Ab durch den flachen mittleren Talabschnitt.

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Der Blick zurück zum Rifugio Pederü lässt die Anstrengung des Aufstiegs vergessen, so dass unser jüngster Sohn auch wieder mit uns redet und nicht mehr mit dem Abbruch der Wanderung droht-)

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Wir erblicken den Pischodelsee, für den sich bestimmt ein Abstecher lohnt. Der Rest der Familie hat aber keine Lust auf einen Umweg und wir bleiben daher auf dem Originalweg. Dieser führt bald zu einer breiten Strasse und gewinnt wieder an Steigung.

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Wir überqueren den Vigilbach und laufen an der Jausenstation Kleinfanes vorbei. Diese wäre perfekt für eine Pause oder ein Nickerchen im Gras, aber unsere Hütte ist nur noch 20 Minuten entfernt, so dass wir dort eine Pause einlegen werden. Als nächstes passieren wir das schnuckelige Rifugio Muntagnoles. Dies ist eine kleine Hütte mit wenigen Schlafplätzen, aber sehr empfehlenswert. Wir treffen auf der Wanderung später eine Gruppe, die dort übernachtet hat und die total geschwärmt haben!

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Wir erreichen bald die Abzweigung, an welcher es links zum Rifugio Fanes geht und rechts zum Rifugio Lavarella. Beide Unterkünfte sind sehr ähnlich und bieten einen ähnlichen Luxus. Der einzige Unterschied liegt im Preis – die Faneshütte ist in einem höheren Preissegment als die Lavarellahütte.

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Wie auch schon am Vortag sind wir von der Unterkunft begeistert. Wir haben ein gemütliches 4-Bett-Zimmer bekommen (sogar mit Handtüchern), es hat insgesamt 6 Duschen und das Haus ist urgemütlich. Schon bald trocknet unsere Wäsche auf der Wäscheleine hinterm Haus und ich unternehme noch einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen Grünsee. Den kann man von der Hütte aus nicht sehen, aber da es dort einen Geocache hat, weiss ich, in welche Richtung ich laufen muss.

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Wie auch schon am Vortag sind wir von der Unterkunft begeistert. Wir haben ein gemütliches 4-Bett-Zimmer bekommen (sogar mit Handtüchern), es hat insgesamt 6 Duschen und das Haus ist urgemütlich. Schon bald trocknet unsere Wäsche auf der Wäscheleine hinterm Haus und ich unternehme noch einen kleinen Ausflug zum nahegelegenen Grünsee. Den kann man von der Hütte aus nicht sehen, aber da es dort einen Geocache hat, weiss ich, in welche Richtung ich laufen muss.

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Der See kann wohl nicht umrundet werden (habe zumindest keine Brücke beim Zufluss gesehen), aber links herum kann man am Ufer entlanglaufen. So sehe ich auch bereits den Wanderweg für den nächsten Tag (man muss nicht zur Abzweigung zurücklaufen). Abends essen wir a la carte und fallen dann bald müde ins Bett.

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ECKDATEN

Dauer3:40 Stunden
Länge10.6 km
Höhenunterschied↗ 546m↘ 639m
Schwierigkeiteinfach
Genaue RouteSenneshütte – Fodara Vedla Hütte – Pederühütte – Lavarellahütte
Tour durchgeführt imJuli 2023
Geeignet für KinderAb ca. 8 Jahren. Weg ist unkompliziert. Erst steil runter, dann steil hoch. Nie ausgesetzt.
Kosten454 Euro (Mittagessen Pederühütte 70 Euro, Lavarellahütte Ü/F 264 Euro, Abendessen und Sandwiches 120 Euro)
BuchempfehlungDolomiten Höhenwege 1-3: Alle Etappen. Mit GPS-Tracks (Rother Wanderführer)

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