Tour du Wildhorn: Tag 2 Geltenhütte – Iffigenalp

Tour du Wildhorn: Tag 2 Geltenhütte – Iffigenalp

Wir wandern das anspruchsvolle Stück am Geltlitritt über eine Leiter, kommen an der Alp Stieretungel vorbei und wandern hoch zur Wildhornhütte. Von dort steigen wir über den türkisblauen Iffigensee den langen Weg hinab zur Iffigenalp. 

Nach einer relativ erholsamen Nacht im Massenschlag laufen wir nach dem Frühstück früh am Morgen los. Wir haben eine lange Etappe vor uns und werden den ganzen Tag unterwegs sein. Während in der Ferne im Berner Oberland die Sonne aufgeht und die Berge beleuchtet, laufen wir auf dem wunderbar angelegten Höhenweg zum Geltetrittli. Der schmale Bergweg führt am Berg entlang und ist bergseitig mit einem Seil zum Festhalten gesichert. 

 

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Wir überwinden eine Leiter, die abenteuerlicher aussieht, als sie ist. Bereits nach ein paar Minuten ist das T3-Stück des heutigen Tages überwunden – wir hatten uns da einen anspruchsvolleren Weg vorgestellt. Mit bergerfahrenen Kindern ist dieser gut machbar und man kann sie auch gut an die Hand nehmen. 

tour_du_wildhorn
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Über den Stierwald geht es langsam bergauf zur Alp Stierentungel. Früh am Morgen werden im Stierentungel Beizli gerade die Tische für die Tagesgäste vorbereitet. Käse aus der eigenen Produktion und andere Milchprodukte sind im Angebot und die Alp sieht so richtig einladend aus. 

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Wir laufen weiter in Richtung Wildhornhütte und ein steiler, ca. 30-minütiger Aufstieg steht uns bevor. Der Weg ist an den schwierigen Stellen mit Drahtseilen oder Eisenketten versichert und immer breit genug, um nicht ausgesetzt zu sein. Es gibt eine größere Steilstufe, die bei Nässe rutschig wird, aber mit der angebrachten Eisenketten gut zu überwinden ist. 

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Der Blick von hier oben auf den bereits zurückgelegten Wanderweg und Richtung Gstaad ist wirklich wunderschön und malerisch. 

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Wir erreichen den Tungelpass, der die Grenze zwischen dem Saanenland und dem Obersimmental markiert. Oben angekommen eröffnet sich uns ein tolles Panorama und flach geht es weiter. Wir nehmen den Abzweig zur Wildhornhütte, der sich wirklich lohnt und unbedingt eingeplant werden sollte. Wir kennen die Hütte bereits von einer Schneeschuhtour aufs Wildhorn im Jahr 2014 und erblicken sie nun das erste Mal im Sommer. Wer hätte damals gedacht, dass wir eines Tages diesen Berg mal umrunden werden! Mittlerweile gibt es einen modernen Anbau, der die Hütte stark vergrößert hat. 

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Durch die Lage der Hütte hat es hier erst spät Sonne und plötzlich erstrahlt die Hütte direkt im Sonnenlicht der Mittagssonne. Wir gönnen uns eine feine Hüttensuppe und sind die einzigen Gäste zu dieser Zeit. 

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Als Dessert genehmigen wir uns ein sehr feines Nussgipfeli – es erinnert mich an die Gipfel auf dem Mythen – sie passen perfekt in die Gebirgslandsschaft und sind unheimlich köstlich! 

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Von der Hütte nehmen wir den Weg hinab zum Iffigensee, der strahlend blau daliegt. Der See hat eine magische Wirkung und sogar die Kühe machen hier einen sehr gechillten Eindruck. 

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Wir legen eine kleine Pause am See ein und kommen uns fast vor wie am Strand. Nur das Wasser könnte noch etwas wärmer sein, damit man auch baden gehen könnte. 

Der See kann übrigens komplett umrundet werden – ein kleiner Weg führt direkt am Seeufer entlang. 

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Der dann folgende Abstieg zur Iffigenalp zieht sich ziemlich in die Länge – kein Wunder, wir sind ja auch schon den ganzen Tag unterwegs! Landschaftlich grandios ragen links und rechts von uns steile Berge emport und in der Ferne sehen wir einen riesigen Wasserfall. 

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Und dann haben wir die Iffigenalp endlich erreicht und beziehen unser schnuckeliges Doppelzimmer im alterwürdigen über 100-jährigen Haus. Die Stufen knarzen bei jeder Bewegung und das Haus ist sehr hellhörig. Nachts hören wir jedes Geräusch aus allen Nachbarzimmern. Aber Charme hat das Haus und die heutige warme Dusche genießen wir ganz besonders nach der anstrengenden Wanderung. 

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Für den Abend haben wir Halbpension gebucht und erscheinen pünktlich am Tisch. Das Servicepersonal stammt aus Deutschland und sie glänzen mit unglaublicher Gastfreundlichkeit. Nur mit dem Koch sind wir nicht so zufrieden. Wir warten fast 1 Stunde auf den Hauptgang, welcher sich dann als ziemlicher Reinfall entpuppt. Unser Essen nur lauwarm und schmeckt leider gar nicht. Wir hätten uns gefreut, wenn es einfache Bergmannskost gegeben hätte, aber hier wurden komplizierte Menükreationen probiert, die leider in die Hose gingen. Nun ja, kulinarisch wird diese Tour leider keinen Höhepunkt erleben, da dies nun schon die 2. Unterkunft in Folge ist, bei der das Essen nicht begeistern kann. 

ECKDATEN

Dauer6:00 Stunden
Länge14.7 km
Höhenunterschied↗ 699m ↘ 1121m
SchwierigkeitAnspruchsvoll, T3
LageKanton Berner Oberland
Genaue RouteGeltenhütte – Geltentrittli – Alp Stieretungel – Wildhornhütte – Iffigensee – Iffigenalp
Tour durchgeführt imSeptember 2021
Geeignet für KinderAb ca. 10 Jahren wegen der Länge. Weg ist kurzzeitig anspruchsvoll und schmal, aber gut gesichert. Leiter unproblematisch.
Geeignet für KinderwagenNein
Geeignet für HundeJa, aber bei der Leiter müssen sie getragen werden.

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