Schneeschuhsafari Graubünden: Tag 3 Brambrüesch – Feldis

Schneeschuhsafari Graubünden: Tag 3 Brambrüesch – Feldis

trekking

WT2

651m

273m

4:30

Dez-Mär

9.5km

Die Schneeschuhtour von Brambrüesch nach Feldis ist eine dieser Etappen, die sich nicht nur landschaftlich einprägt – sondern auch emotional. Sie ist Teil unserer viertägigen Schneeschuh-Safari durch Graubünden und verbindet auf eindrückliche Weise sanften Wintergenuss mit alpinem Panorama und kleinen, ganz persönlichen Momenten.

[Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Graubünden Ferien und Chur Tourismus].
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Ein genussvoller Start in Chur

Der Tag beginnt entspannt – und ehrlich gesagt ziemlich perfekt. Im Hotel Stern erwartet uns ein Frühstück, wie man es sich vor so einer Tour wünscht: reichhaltig, regional und einfach richtig fein. Frisches Brot, Käse aus der Region, duftender Kaffee – wir lassen uns Zeit, denn wir wissen: Der Tag wird lang genug.

Gestärkt machen wir uns auf den Weg durch die Altstadt von Chur. Die Gassen sind ruhig, der Morgen noch kühl, und die historische Kulisse wirkt fast wie gemalt. Es ist einer dieser Momente, in denen man merkt, wie besonders es ist, hier unterwegs zu sein.

Nach wenigen Minuten erreichen wir die Talstation der Brambrüeschbahn. Direkt daneben befindet sich eine Tankstelle mit kleinem Shop – praktisch, wenn du noch Snacks oder Getränke brauchst. Ein letzter Check der Ausrüstung, dann geht es auch schon los.

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Mit der Bahn hinauf ins Winterparadies

Die Gondel fährt im 20-Minuten-Takt – und füllt sich schnell mit Skifahrern. Während wir mit unseren Schneeschuhen zwischen Helmen und Skiern stehen, denken wir kurz: Was für ein Luxus muss es sein, in Chur zu leben und in so kurzer Zeit auf der Piste zu stehen.

Wir nutzen das Kombiticket, das speziell für Schneeschuhgänger angeboten wird und alle Bahnen zwischen Chur und Feldis/Rhäzüns umfasst – eine wirklich komfortable Lösung für diese Tour.

An der Zwischenstation steigen wir um. Die kleinere Gondel bringt uns ruhig und fast schon gemütlich weiter nach oben in die Schneeschuh-Arena. Doch hier wird es plötzlich still in uns. Genau an dieser Stelle hatte unser Sohn vor einigen Monaten seinen Bikeunfall. Ein Moment, der uns und vor allem ihn bis heute begleitet.

Wir schlucken, schauen hinaus, erkennen die Stelle – und sind für einen Augenblick ganz in Gedanken bei ihm. Gleichzeitig wissen wir: Er freut sich, dass wir unterwegs sind und er ein paar Tage „frei“ hat

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Der steile Einstieg – direkt ins Schwitzen

Oben angekommen stehen wir vor der Wahl: direkt steil hinauf oder erst ein flacher Einstieg. Wir entscheiden uns für die direkte Variante – der Weg zweigt unmittelbar an der Bergstation ab und zieht sofort kräftig an.

Alternativ kannst du die Tour auch sanfter beginnen oder später eine zusätzliche Schleife einbauen, um die Höhenmeter entspannter zu verteilen. Beide Varianten sind gut markiert.

Wir jedoch stehen nach wenigen Minuten im Wald, schnallen die Schneeschuhe an – und kommen direkt ins Schwitzen. Der Anstieg ist knackig, ohne Einlaufphase. Der Puls steigt, der Atem wird tiefer, und schnell finden wir unseren Rhythmus.

Nach etwa einer Stunde legen wir die erste Pause ein. Direkt neben der Piste beobachten wir die Skifahrer – ein spannender Kontrast zu unserer ruhigeren Fortbewegung.

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Furggabüel – der anstrengende Abschnitt

Was jetzt folgt, ist der wohl anspruchsvollste Teil der Tour: der steile Aufstieg Richtung Furggabüel.

Ganz ehrlich: Im Nachhinein würden wir hier wahrscheinlich die Sesselbahn nehmen. Auch wenn wir normalerweise gerne jeden Höhenmeter selbst erarbeiten – dieser Abschnitt verläuft oft direkt neben der Piste und unterhalb des Sessellifts. Landschaftlich ist das weniger reizvoll, und die gleichmäßige Steigung kann ziemlich fordernd sein.

Das Gute: Die Sesselbahn ist im Kombiticket inkludiert. Eine absolut sinnvolle Option, wenn du dir Kräfte sparen möchtest.

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Weite, Wind und Kiteschirme

Oben angekommen öffnet sich die Landschaft. Schon von weitem sehen wir bunte Punkte am Himmel – Kiteschirme, die immer wieder hinter einer Geländekante verschwinden.

Als wir den höchsten Punkt erreichen, wird das Bild klar: Eine ganze Gruppe von Snowkitern zieht ihre Bahnen über die Hochebene. Ein faszinierendes Schauspiel. Sie gleiten scheinbar schwerelos über den Schnee, nutzen den Wind, springen, drehen sich – und wirken dabei unglaublich frei.

Wir haben diesen Sport schon vor ein paar Monaten gesehen, damals auf der Melchsee-Frutt, aber hier oben ist es noch intensiver. Man könnte stundenlang zuschauen.

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Blick zum Dreibündenstein

Der Ausblick ist schlichtweg traumhaft. In der Ferne erkennen wir den Dreibündenstein – ein Ort, der bei uns sofort Erinnerungen weckt. Vor einigen Jahren waren wir dort mit unserem Sohn unterwegs, ebenfalls mit Schneeschuhen, damals von Churwalden aus.

Es ist einer dieser Momente, in denen sich Wege kreuzen – zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

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Über die Hochebene Alp dil Plaun

Nach einem kurzen Abstieg erreichen wir die weite Hochebene. Hier verändert sich der Charakter der Tour komplett. Statt steiler Anstiege geht es nun sanft und nahezu eben dahin.

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Die Fläche ist weitläufig, offen und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Variation. Du kannst die Route hier verlängern, abkürzen oder einfach treiben lassen.

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Wir folgen dem Weg über die Alp dil Plaun. Die Landschaft wirkt ruhig, fast meditativ. Der Schnee glitzert, der Himmel ist klar – und wir genießen jeden Schritt.

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Einkehr in Feldis – ein echtes Highlight

Langsam nähern wir uns unserem Etappenziel Feldis. Der letzte Abschnitt führt über einen präparierten Winterwanderweg – du kannst hier zwischen zwei Varianten wählen, rechts oder links herum.

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Unser Ziel ist die Skihütte Feldis, auf die ich mich besonders freue. Erst kürzlich habe ich eine Staffel von SRF Hüttengeschichten gesehen, in der die Pächterin begleitet wurde.

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Und tatsächlich: Sie ist noch immer hier – und wir werden herzlich empfangen.

Das Essen ist hervorragend. Ehrlich, bodenständig und genau das, was man nach so einer Tour braucht. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen wir draußen, lassen uns die Wärme ins Gesicht scheinen und genießen diesen Moment in vollen Zügen.

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Letzter Anstieg und die Fahrt ins Tal

Nach der Pause wartet noch ein kurzer, aber durchaus steiler Anstieg zum Sessellift Feldis–Veulden. Die Beine sind müde, aber das Ziel ist greifbar.

Die anschließende Fahrt mit dem Sessellift ist ruhig und entschleunigend. Langsam gleiten wir bergab, lassen die Landschaft noch einmal auf uns wirken.

Unten angekommen heißt es umsteigen. Entweder nimmst du den kostenlosen Shuttlebus oder gehst etwa einen Kilometer entlang der Straße – wir entscheiden uns für den komfortablen Shuttlebus.

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Spektakuläre Talfahrt nach Rhäzüns

In Feldis angekommen können wir noch wunderschöne Häuserfassaden und einen kunstvoll geschmiedeten Brunnen bewundern. Nach einem kurzen Spaziergang durchs Dorf steigen wir schließlich in die Luftseilbahn, die uns hinunter nach Rhäzüns bringt. Diese Fahrt ist ein echtes Highlight.

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Die Gondel schwebt hoch über einer tief eingeschnittenen Schlucht. Unter uns zieht sich die Landschaft dramatisch zusammen – steile Felswände, bewaldete Hänge und dazwischen der dunkle Verlauf eines Baches, der sich seinen Weg durch das Tal bahnt.

Unten öffnet sich die Landschaft dann wieder weiter – und genau hier liegen die Rhäzünser Rheinauen. Bei den Rhäzünser Rheinauen handelt es sich um eine der letzten grösseren natürlichen Flusslandschaften des Rheins oberhalb des Bodensees. Aus der Gondel wird sichtbar, wie sich der Fluss frei durch die Ebene schlängelt, wie Kiesbänke, Auenwälder und Wasserarme ein lebendiges Mosaik bilden.

Gerade jetzt, wo hier unten kein Schnee mehr liegt, wirkt die Landschaft fast noch ursprünglicher – ein spannender Kontrast zu den verschneiten Höhen, von denen wir gerade kommen.

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Warten auf das Postauto – und weiter nach Savognin

Unten angekommen müssen wir etwas Geduld mitbringen. Die Verbindungen sind nicht ganz einfach zu timen, vor allem mit mehreren Umstiegen.

Wir warten eine ganze Weile auf das Postauto – umso schöner ist es, als wir schließlich sitzen und uns einfach zurücklehnen können.

Die Fahrt bringt uns weiter nach Savognin, wo wir unsere nächste Unterkunft erreichen.

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Ankommen im Hotel Aves

Nach einem letzten Spaziergang von etwa einem Kilometer erreichen wir das Hotel Aves Savognin – und sind sofort begeistert.

Das Hotel ist modern, stilvoll und gleichzeitig unglaublich gemütlich. Die Zimmer wirken durchdacht und hochwertig, mit viel Holz, warmen Farben und einem klaren Design. Besonders praktisch: Du öffnest dein Zimmer (wenn gewünscht) ganz einfach mit dem Handy – kein Schlüssel, keine Karte, alles läuft digital und reibungslos.

Das Abendbuffet ist ein echtes Erlebnis. Die Auswahl ist groß, die Qualität hervorragend, und du kannst sogar direkt zum Koch in die Küche gehen – dort setzt sich das Buffet einfach fort und gibt spannende Einblicke.

Ein echtes Highlight ist das Dessertbuffet. Eine beeindruckende Vielfalt an süßen Köstlichkeiten, liebevoll angerichtet und kaum zu widerstehen – hier bleibt garantiert niemand bei nur einer Portion.

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Müde, zufrieden – und einfach glücklich

Nach diesem langen, intensiven Tag fallen wir schließlich ins Bett. Die Beine sind schwer, die Gedanken noch voll von Eindrücken.

Und doch dauert es nicht lange, bis wir einschlafen. Draußen liegt der Schnee still über den Bergen. Und wir wissen: Morgen wartet bereits die nächste Etappe!

Hier geht es zu den anderen Etappen unserer 4-tägigen Schneeschuh-Safari durch Graubünden.

ECKDATEN

Dauer4:30 Stunden
Höhenunterschied↗ 651m ↘ 273m
Länge9.5 km
SchwierigkeitEinfach, WT1
LageKanton Graubünden
Genaue RouteBrambrüesch – Furggabüel – Dreibündenstein – Skihütte Feldis – Sessellift
Tour durchgeführt imMärz 2025
Geeignet für KinderJa, ab ca. 8 Jahren. Mit Kindern alle verfügbaren Seilbahnen nehmen, da Tour sonst zu lang.
Tourenanbieter SchneeschuhsafariSchneeschuhsafari Graubünden, Tour Explorer
Buchempfehlung für weitere Schneeschuhtouren in der SchweizDas grosse Schneeschuhtourenbuch der Schweiz

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Graubünden Ferien und Chur Tourismus. Dennoch bleiben meine persönlichen Meinungen, Ansichten und Ratschläge unverändert, da der Tourismusverband keine Einflussnahme auf die Berichterstattung ausgeübt hat.

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