Wanderung von Brunnen auf den Urmiberg und Rigi Stockflue

Wanderung von Brunnen auf den Urmiberg und Rigi Stockflue

schwer |  2:15 h | 3.2 km | ↑ 752 Hm ↓ 66 Hm

Steile, sehr lohnenswerte Wanderung von der Talstation Brunnen Urmibahn zur Rigi Stockflue und zum Urmiberg. Herrlicher Blick auf den Vierwaldstättersee und die Urner Gipfel während der gesamten Wanderung! Der Wanderweg in einer eher stilleren und unbekannten Gegend der Rigi verläuft grösstenteils auf schmalen Pfaden, die aber nicht ausgesetzt sind. Sehr abwechslungsreiche Tour, die dich zum Schwitzen bringen wird. Wer möchte, nimmt den kurzen Abstecher zum Gipfel der Rigi Stockflue mit. Die Wanderung endet am Restaurant Urmiberg mit der wohl schönsten Terrasse der Zentralschweiz. Von hier geht es entweder mit der Seilbahn knieschonend bergab oder aber weiter zur Rigi Scheidegg.

Wanderung_Brunnen_Urmeliberg_timpel_
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Wir sind immer noch fleissig am Trainieren für unser Everesting-Event Ende Juni 24 und suchen daher steile Wanderungen mit vielen Höhenmetern und idealerweise einer Seilbahn für den Abstieg. Es ist spannend zu sehen, wie sich plötzlich der Fokus von Wanderungen ändert, wenn man ein bestimmtes Ziel vor Augen hat. So finde ich nach etwas Suche diese perfekt geeignete Wanderung ganz in der Nähe von unserem Wohnort. Wir haben vor, die Tour 3x zu gehen, um ein paar Höhenmeter zu absolvieren. Da die Anreise mit den Öffentlichen leider nicht ganz so perfekt passt (lange Wartezeit auf den Bus am Bahnhof Brunnen) entscheiden wir uns mit dem Auto anzureisen und finden einen Parkplatz direkt an der Seilbahnstation. Dort hat es ca. 40 kostenpflichtige Parkplätze. Falls diese alle besetzt sein sollten, gibt es noch weitere Parkplätze auf der gegenüberliegenden Strassenseite.

Die Wanderung startet direkt an der Talstation und verläuft anfänglich auf einer betonierten Zufahrtsstrasse. Wir kommen an einigen herrlich gelegenen Häusern vorbei und bald zweigt der Wegweiser in Richtung Urmiberg ab. Ab hier geht es jetzt fast nur noch kontinuierlich steil bergauf. Der Weg führt anfänglich noch im Schatten durch den Wald, verlässt diesen aber bald und bietet den ersten Blick auf den tiefblauen Vierwaldstättersee.

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Immer wieder passieren wir toll gelegene Häuser, die wohl ganzjährig bewohnt sind und nicht nur einen umwerfenden Blick auf den See und die umliegenden Berge haben, sondern auch wunderschön gepflegte Gärten.

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In Serpentinen geht es nun immer weiter Richtung Urmiberg und immer wieder müssen wir stehenbleiben, um den Ausblick zu geniessen.  Ein Fotomotiv nach dem nächsten offenbart sich uns und wir staunen, dass wir noch nie vorher hier waren und diese Gegend uns komplett unbekannt ist.

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Der Wanderweg hingegen scheint schon relativ bekannt zu sein, da wir auf unzählige andere Wanderer treffen. Die Gegend hier war wohl nur uns unbekannt, aber wir werden sicherlich nicht das letzte Mal hier gewesen sein.

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Im Mai kommt man an zahlreichen Wildblumen vorbei und auch bereits die ersten Erdbeeren sind zu finden. Der Weg ist sehr gut angelegt, hat immer wieder Stufen oder auch mal eine Wurzel zum Zugreifen, um steilere Abschnitte meistern zu können.

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Und dann haben wir schon fast das Gasthaus Urmeliberg erreicht. Wer möchte, biegt hier rechts zum Rigi Stockflue ab (Beschreibung weiter unten im Bericht) oder nach links zum Urmeliberg. Bei unserem ersten Aufstieg geht es also direkt zum Urmeliberg und noch ein Stück weiter bis Schwend, um einen Blick auf die Rigi Kulm und den Gnipen zu erhaschen (und noch ein paar Höhenmeter zu absolvieren). Wir passieren eine private Hütte mit dem wohl schönsten Blick der Gegend. Von einer Wahnsinnsterrasse blickt man hier auf den See und die Bewohner haben ein herrliches Frühstücksbüffet aufgebaut. Da wir ja heute 3x hier vorbeikommen werden, können wir sehen, wie Gäste den ganzen Tag über kommen und gehen und den Tag geniessen.

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Wir erreichen das Restaurant Urmiberg und sind total baff – das muss wohl eine der schönsten Aussichtsterrassen der Zentralschweiz sein! Vor uns stehen zahlreiche Wähen zum Auskühlen und es gibt bereits Gäste, die sich ein Getränk gönnen. Wer hier essen möchte, sollte unbedingt reservieren, da es nur eine beschränkte Anzahl an Plätzen gibt. Das Restaurant liegt direkt an der Seilbahnstation und eignet sich daher auch als Ausflug mit Personen, die nicht mehr so gut zu Fuss sind. Diese könnten dann mit der Seilbahn hochgondeln, während die fitteren den Wanderweg nehmen.

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Wir nehmen noch einen kurzen Abstecher nach Schwend, ca. 5 Minuten Aufstieg oberhalb der Urmelibahn. Von dort hat man einen tollen Blick auf die andere Seite des Bergs mit Rigi, Gnipen und Wildspitz. Ausserdem sieht man von hier die Rigi Hochflue – mit T3-T5 doch ein anspruchsvoller Wanderweg, der aber auf unsere Bucketliste gerutscht ist.

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Danach reihen wir uns in die Schlange der Wartenden ein, die sich jedoch relativ schnell auflöst, da die Bahn bei grossem Andrang durchgehend fährt (sonst immer :05 und :35 jede Stunde). Für CHF13 fährt man mit der privat betriebenen Bahn rasch bergabund hat einen tollen Blick auf die Wanderroute, die wir gerade hinter uns haben.

Um für etwas Abwechslung zu sorgen, suchen wir ns für die 2. Runde des heutigen Trainingstages eine Alternativroute, die leicht länger ist und auf einer Karte von Outdooractive eingezeichnet ist.

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Anfänglich kommen wir an herrlichen Gärten und Häusern vorbei, laufen durch hüfthohes Gras und kaum sichtbare Wege. Dann verzweigt sich der Weg auf den Aufstiegsweg von der klassischen Route und zweigt dann an einer Kreuzug links ab. Wir kommen an einer Gruppe sehr intesssierter und zutraulicher Ziegen vorbei und geniessen den Ausblick auf einer Bank.

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Und dann laufen wir erstmal am Abzweig des Wanderwegs vorbei, bis ein Blick auf die App uns mitteilt, dass wir zu weit gelaufen sind. So kehren wir um und achten dieses Mal genau auf die Abzweigung. Schnell wird uns klar, warum wir diese verpasst haben – sie ist nicht (mehr) angeschrieben. Es folgt ein extrem abenteuerlicher Pfad, den ich nicht empfehlen kann.

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Während anfänglich der Weg nur leicht überwachsen und teilweise unscheinbar wird, liegen im oberen Teil mehr und mehr Bäume über den Weg verteilt. So klettern wir immer wieder über harzige, teilweise kaum passierbare Bäume, die mitten auf dem Weg liegen und auch schon seit längerer Zeit nicht beseitigt wurden. Oha, dieser Weg wird also gar nicht mehr in Schuss gehalten. Wir sind froh, als wir endlich oben an Urmiberg ankommen und direkt an der Seilbahn herauskommen. Puh – das ist nochmal gutgegangen. Eine Umkehr wäre hier sehr mühsam gewesen.

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Nach diesem Abenteuer nehmen wir erneut die Seilbahn ins Tal und wählen für den letzten Aufstieg die Normalroute, die wir bereits vom ersten Aufstieg kennen. Alternativ käme noch der blau-weisse Wanderweg in Frage, den wir uns aber für den nächsten Besuch aufheben. Allerdings wollen wir noch einen kurzen Abstecher zu Rigi Stockflue machen und dieser Aufstieg ist wohl das Highlights des heutigen Tages.

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Kurz vorm letzten Abzweiger zum Urmiberg geht es rechts auf einem Fahrweg entlang, bis man zum Einstieg des ultrakurzen Klettersteigs kommt. Zuerst führt ein Stahlseil am Fels entlang, welches bis zu einer kurzen Leiter führt. Nach dieser geht es ca. 20 Meter am Fels entlang. An einer Stelle sind Tritthilfen in den Fels gehauen.

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Nach ungefähr 3 Minuten ist das Vergnügen jedoch schon vorbei und wir stehen auf dem Gipfel der Rigi Stockflue.

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Der Tiefblick vom Gipfel ist atemberaubend und der perfekte Platz für eine kurze oder auch ausgedehnte Pause. Es hat hier sogar eine perfekt platzierte Bank und es ist ordentlich was los.

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Der Aufstieg zur Rigi Stockflue ist auch mit bergerfahrenen Kindern gut zu meistern, da er extrem kurz ist, aber trotzdem ein richtiges Bergerlebnis liefert. Hier kann man auch gut mal mit Kindern schnuppern gehen, ob ihnen so etwas gefallen könnte. Man kann sie durchgehend gut sichern.

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Für den letzten Abstieg wählen wir dieses Mal nicht die Seilbahn, sondern laufen zu Fuss den Bergwanderweg hinunter. Bei starkem Andrang ist dies sicherlich auch die schnellste Variante. 

ECKDATEN

Dauer 2 Stunden
Höhenunterschied↗ 718 m ↘ 32 m
Länge2.8 km
SchwierigkeitMittel, T2 (Stockflue T4)
LageSchwyz, Schweiz
Genaue RouteBrunnen Talstation – Rigi Stockflue – Urmiberg
Tour durchgeführt imMai 2024
Geeignet für KinderSpannender Wanderweg, sehr steil, daher eher für ausdauernde Kinder geeignet. Nicht abschüssig. Stockflue mit bergerfahrenen Kindern möglich.
BuchempfehlungRother Wanderführer Zentralschweiz

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