Alpenpässenweg: Etappe 8 Vella – Lumbrein

Alpenpässenweg: Etappe 8 Vella – Lumbrein

trekking

T2

1218m

1059m

06:30

Jul-Okt

16.2km

Die achte Etappe des Alpenpässewegs führt von Vella über den beeindruckenden Gratweg zum Piz Sezner und endet in Lumbrein. Der Weg bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit weiten Wiesen, lichten Wäldern und atemberaubenden Panoramablicken. Der Aufstieg zum Piz Sezner führt über den Gratweg, der sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit weiten Wiesen, lichten Wäldern und atemberaubenden Panoramablicken auszeichnet. Der Gipfel des Piz Sezner, mit einer Höhe von 2.309 Metern, bietet einen beeindruckenden Ausblick auf die umliegenden Berge und Täler. Der Abstieg nach Lumbrein führt durch Alpwiesen und schmale Pfade durch Waldstücke und offene Hänge. Lumbrein, ein terrassengesegnetes Dorf auf rund 1.400 Metern Höhe, bietet traditionelle Häuser und eine beeindruckende Aussicht auf die umliegenden Berge. Die Etappe endet mit der Möglichkeit zur Einkehr oder Anschluss an andere Routen im Val Lumnezia.

[Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Surselva Tourismus und Graubünden Ferien]
 
Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Start in Vella

Die achte Etappe des Alpenpässewegs beginnt im sonnigen Tal von Vella. Wir starten nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel Pellas, wo wir die Nacht zuvor übernachtet haben. Das Frühstücksbuffet im Hotel ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen: eine Auswahl an frisch gebackenem Brot, Croissants, feinem Zopf, Aufschnitt und Käse aus der Region, Joghurt, Müsli und frisches Obst. Für die Wanderung bekommen wir ein Lunchpaket, so dass wir uns unterwegs nicht um unsere Verpflegung kümmern müssen.

Nach dem Frühstück verlassen wir das Hotel und bewegen uns in Richtung Ortsrand von Vella. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Ortsrand, wo der Wanderweg beginnt. Erste Markierungen des Alpenpässewegs leiten uns zuverlässig. Und was entdecken wir dort: den Bauernhof inklusive Hofladen von Renzo Blumenthal, der als ehemaliger Mister Schweiz 2005 wohl jedem Schweizer ein Begriff ist.  

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Aufstieg zum Gratweg

Der Weg führt nun stetig bergauf, zunächst durch offene Wiesen, dann durch lichte Waldstücke. Die Sonne steht hoch am Himmel, und das Wetter ist warm. Die Steigung ist moderat, aber stetig, und wir legen einige Pausen ein, um den Blick auf das Tal und die umliegenden Hügel zu genießen. Über uns spannt sich ein klarer, blauer Himmel. Die Vegetation verändert sich allmählich: Blumen und Gräser der Almen, kleine Sträucher und vereinzelte Nadelbäume prägen nun die Umgebung. Nach ungefähr 30 Minuten erreichen wir einen karibikblaues Auffangbecken, welches wohl Wasser für den Winter speichert und im Sommer eine tolle Farbe bietet. Der Weg ist unterwegs nicht immer eindeutig zu finden, so dass du hier am besten den gpx-Track auf dein Handy lädst, um dich unterwegs orientieren zu können, ob du noch auf dem richtigen Pfad bist. 

Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Wir erreichen schließlich den Beginn des Gratwegs, der uns auf eine Höhe von rund 2.300 Metern führt. Der Gratweg verläuft über mehrere kleinere Gipfelkämme und bietet von hier aus weite Ausblicke ins Tal und auf die umliegenden Berge. Unterwegs treffen wir viele andere Wanderer, die ebenfalls den Gratweg nutzen. Gruppen und Einzelwanderer begegnen uns regelmäßig, einige auf Tageswanderungen, andere auf mehrtägigen Touren. Die Begegnungen sind kurz, ein „Grüezi“ oder ein Lächeln, aber sie zeigen, dass der Weg an diesem sonnigen Tag gut besucht ist.

Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Unterwegs auf dem Grat

Der Gratweg ist durchgehend gut markiert und verläuft über breite Wege und gelegentlich schmale Pfade. Es gibt keine technischen Schwierigkeiten und der Pfad verläuft nie wirklich an einem ausgesetzten Grat. Die Aussicht wechselt ständig: tiefe Täler auf der einen Seite, steile Hänge auf der anderen. Vögel ziehen über den Grat, und ab und zu hört man das Glockengeläut der Alpkühe in den entfernteren Tälern. 

Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Wir werden mit Tiefblicken in 2 verschiedene Täler belohnt – auf der einen Seite geht es ins Val Lumnezia und auf der anderen Seite ins Survelva-Tal. 

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Der Weg verläuft grösstenteils flach mit einem Aufstieg, mal mit einem kurzen Abstieg, so dass man sich hier richtig schön entspannen und einfach nur die Landschaft geniessen kann. 

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Um zum Gipfel des Piz Sezner zu gelangen, muss ein kurzes, aber doch steiles Stück überwunden werden. Es hat leicht alpinen Charakter und ist eine willkommene Abwechslung zum sonst eher einfachen Wanderweg. 

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Nach dem Aufstieg gibt es noch eine kleine Linkskurve und dann ist auch schon das weithin sichtbare Gipfelkreuz zu erkennen. 

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Gipfel Piz Sezner

Am Ende des Gratwegs erreichen wir den Piz Sezner auf 2.309 m Höhe, einen markanten Gipfel mit einem Gipfelkreuz. Der Aufstieg ist moderat, über Felsstufen und Geröllabschnitte, die gut begehbar sind. Vom Gipfel öffnet sich ein beeindruckendes Panorama: man blickt in alle Richtungen über die Täler und Almen der Umgebung sowie die umliegenden Bergketten. Das Gipfelkreuz dient als Orientierungspunkt und Treffpunkt für andere Wanderer.

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Abstieg nach Lumbrein

Der Abstieg erfolgt durch Alpwiesen und schmale Pfade, teils durch Waldstücke und offene Hänge. Die Sonne begleitet uns weiter, der Boden ist fest und trocken. Wir treffen erneut zahlreiche Wanderer, die den Gratweg gekommen oder unterwegs Richtung Tal unterwegs sind. Die Begegnungen zeigen die Beliebtheit des Weges, ohne dass es eng wird.

Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Der Abstieg vom Piz Sezner führt entlang eines herrlich gelegenen kleinen Sees, der tiefblau in der Sonne glitzert. Im Hintergrund ist das langgezogene Val Lumnezia zu sehen – ein toller Anblick!

Alpenpässeweg_etappe_8_vella_lumein_
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Wir passieren die Alp Nova, eine größere Alm mit mehreren Hütten, die von der Landwirtschaft genutzt wird. Hier legen wir eine Pause ein und genießen die Aussicht auf die terrassierten Wiesen des Val Lumnezia und die umliegenden Berge. Die Gebäude sind traditionell, teils modernisiert, die Terrassen laden zu einem kurzen Verweilen ein. Wir biegen links ab und gelangen auf eine Fahrstrasse, die in zahlreichen Kehren hinab führt. 

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Lumbrein – Dorf und Umgebung

Schließlich erreichen wir Lumbrein, ein terrassengesegnetes Dorf auf rund 1.400 m Höhe. Die Häuser sind traditionell, viele mit Holzfassaden und gepflegten Balkonen. Der Dorfkern mit der Kirche St. Martin bildet das Zentrum. Kleine Plätze mit Brunnen und Bänken laden zum Verweilen ein. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist beeindruckend, besonders an klaren Tagen wie heute. 

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Die Originalroute entlang des Alpenpässewegs würde eigentlich nach Vrin führen, dem Eingangstour in die Greina-Ebene. Wenn du die nächsten Etappe noch absolvieren möchtest, kann ich dir eine Beschreibung meiner 2-Tages-Wanderung in der Greina-Ebene empfehlen, die grösstenteils dem Alpenpässeweg folgt. 

Du kannst die Etappe 8 jedoch problemlos abkürzen, da das Postauto an mehreren Talorten entlangfährt und du somit sehr flexibel bei der Planung bist. Wenn du eine Unterkunft in Vrin gebucht hast, kannst du wie wir nach Lumbrein absteigen und von hier das Postauto nach Vrin nehmen. In Vrin kann ich dir fpr die Übernachtung das Casa Leon empfehlen!

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Bist du an weiteren Etappen des Alpenpässewegs interessiert? Hier findest du eine Übersicht aller Etappen, die ich bereits auf dem Alpenpässeweg absolviert habe. 

ECKDATEN

Dauer7:25 Stunden
Höhenunterschied↗ 855 Hm, ↘ 1378 Hm
Länge21.3 km
SchwierigkeitT2 (mittel)
LageKanton Graubünden
Genaue RouteThalkirch – Camanna Hütten – Güner Lückli – Duvin
Tour durchgeführt imAugust 2025
Geeignet für KinderEher nicht. Die Tour ist technisch nicht schwierig, aber konditionell anstrengend, da sehr lang.
BuchempfehlungAlpenpässeweg: Die schönsten Pässe der Schweiz erleben

Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Survelva Tourismus und Graubünden Tourismus entstanden. Meine Meinung, Ansichten und Tipps bleiben davon unbeeinflusst, der Tourismusverband hat keinerlei Vorgaben zur Berichterstattung gemacht.

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