Wintertour im Hoch-Ybrig: Mit Schneeschuhen von Weglosen zur Druesberghütte (1582m) und auf den Piet

Wintertour im Hoch-Ybrig: Mit Schneeschuhen von Weglosen zur Druesberghütte (1582m) und auf den Piet

trekking

WT2

1000m

1000m

6:45

Dez-Apr

14.4km

Die Schneeschuhtour von Weglosen über die Druesberghütte auf den Gipfel des Piet führt durch eine abgelegene Voralpenlandschaft im Grenzgebiet zwischen dem Wägital und dem Ybrig. Die Route kombiniert lange Zustiegswege, steilere Passagen und eine ruhige Gipfelregion mit wenig Frequentierung. Die bewartete Druesberghütte dient dabei als zentraler Orientierungspunkt und markiert den Übergang vom bewaldeten Zustieg in das offene Gelände. Je nach Schneelage erfordert die Tour Flexibilität in der Routenwahl.

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Heute planen wir eine Tour in einer Gegend, die uns bereits aus vielen Ski- und Wanderaufenthalten im Sommer wie im Winter gut vertraut ist. Auch mit dem Schlitten und Schneeschuhen waren wir hier bereits unterwegs, jedoch nie weiter als bis zur Druesberghütte. Da wir heute ohne unsere Kinder unterwegs sind, können wir eine längere Tour planen, so dass die Wahl auf einen Gipfel oberhalb der Hütte fällt. 

Bereits früh am Morgen geht es los, um einen der begehrten Parkplätze ergattern zu können. Die Parksituation in Weglosen erfordert etwas Aufmerksamkeit. Direkt bei der Talstation befindet sich ein ziemlich neu gebautes Parkhaus, welches mit einer sehr tiefen Decke und sehr engen Platzverhältnissen gebaut wurde. Insbesondere bei grösseren und tiefergelegten Fahrzeugen besteht die Gefahr, beim Ein- oder Ausfahren aufzusetzen. Empfehlenswert sind daher die grossen Parkplätze hinter dem Gebäude der Talstation. Dort beginnt auch direkt die Route, was den Einstieg in die Tour vereinfacht. Es empfiehlt sich eine frühe Anreise, da das Skigebiet Hoch-Ybrig sehr beliebt ist und sich die Parkplätze schnell füllen. 

Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt der Ausstieg direkt bei der Talstation, von wo aus die Tour ohne Umwege gestartet werden kann.

Steiler Aufstieg entlang des Baches

Direkt zu Beginn der Tour besteht die Möglichkeit, auf die Skitourenroute zu wechseln und damit die Fahrstrasse abzukürzen. Diese Variante führt jedoch rasch zu einer Schwierigkeit. Ein Bach muss überquert werden, was unter den aktuellen Bedingungen eher schwierig ist. Wir entscheiden uns gegen die Querung und folgen einer bereits bestehenden Schneeschuhspur links des Baches. Dort steigt das Gelände unmittelbar steil an. Der Hang ist anhaltend steil und wirklich mühsam zu begehen. Bald schon müssen wir die Schneeschuhe ausziehen und kämpfen uns den Hang empor. Zwei Schritte vor, einer zurück, da es sehr rutschig ist. Von daher würde ich dir empfehlen, diesen Weg nicht zu nehmen, sondern entweder den Bach zu queren oder von vorne herein die untere (rechte) Skitourenroute zu nehmen. 

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Zustieg auf der Fahrstrasse

Nach dem steilen Abschnitt führt die Route zurück auf die Fahrstrasse Richtung Druesberghütte. Ab hier laufen wir in knapp 1,5 Stunden gleichmässig ansteigend bis zur Hütte hoch. Zu Beginn ist die Schneedecke lückenhaft oder fehlt ganz, so dass die Schneeschuhe erstmal auf dem Rucksack bleiben. Erst mit zunehmender Höhe wird die Schneedecke geschlossener. Die Umgebung ist geprägt von bewaldeten Hängen und einzelnen Alphütten. Der Weg ist einfach zu begehen, zieht sich jedoch aufgrund der Länge.

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Druesberghütte – bekannte Einkehrmöglichkeit

Die Druesberghütte erreichen wir nach dem langen Zustieg – im oberen Bereich hat es zahlreiche Möglichkeiten zum Abkürzen, die du nehmen solltest, um die Aufstiegsstrecke verkürzen zu können. Die urige Hütte liegt oberhalb der Waldgrenze und öffnet den Blick in die umliegende Berglandschaft.

Bei unserer Tour entscheiden wir uns gegen eine Einkehr, da uns noch eine längere Etappe bevorsteht. Die Hütte kennen wir bereits von einem früheren Besuch mit unseren Kindern, als wir bei perfekten Schneeverhältnissen durchgehend bergab schlitteln konnten. 

Eine Besonderheit ist der Verleih von Sitzschlitten, mit denen bei ausreichender Schneelage die Abfahrt ins Tal möglich ist. Unter den aktuellen Bedingungen ist dies jedoch nicht realistisch, da die Schneedecke zu dünn und unterbrochen ist.

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Weiterweg und Routenanpassung

Ab der Druesberghütte wird das Gelände offener. Die Route führt über Schneereste und teilweise aperes Terrain weiter bergauf. Bei einer modernen Holzhütte legen wir unsere Mittagspause ein. Wow – was für ein Prachtblick wir von hier oben haben! 

Ursprünglich hatte ich den Aufstieg auf den Fidisberg geplant. Vor Ort zeigt sich jedoch, dass bisher keine Schneeschuhspur vorhanden ist und die Schneedecke nicht durchgehend ist. Ein Blick auf die Karte und die Hangneigung in Kombination mit der Lawinensituation lässt uns umplanen, so dass wir den dahinterliegenden Gipfel planen und in Richtung Piet laufen. 

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Aufstieg zum Gipfel des Piet

Der Aufstieg auf den Piet verläuft über weite, offene Hänge. Die Schneeverhältnisse werden immer besser und vor uns öffnet sich eine herrliche tiefverschneite Landschaft. Wir erreichen ein Zwischenplateau und erblicken eine traumhaft schöne winterliche Weite. Vergessen ist der doch eher mühsame Aufstieg entlang der Fahrstrasse – allein schon für diesen Blick lohnt es sich! Wir finden einige Spuren im Schnee und sind erfreut, dass es auch eine hoch zum Piet hat. Heute sehen wir niemanden in dieser Gegend – welch ein Privileg und dann noch mit meinem Lieblingsmenschen unterwegs sein zu können – mir könnte es nicht besser gehen! 

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Wir finden einige Spuren im Schnee und sind erfreut, dass es auch eine hoch zum Piet hat. Heute sehen wir niemanden in dieser Gegend – welch ein Privileg und dann noch mit meinem Lieblingsmenschen unterwegs sein zu können – mir könnte es nicht besser gehen! Wir laufen unterhalb eines Hangs vom Fidisberg und biegen dann rechts zum Gipfel ab. Während mein Mann beim ersten Zwischengipfel mit Kreuz wartet, steige ich noch die letzten Meter hoch zum weithin sichtbaren Gipfelkreuz des Piets. Der Blick reicht bis weit ins Unterland und in eine sehr abgeschiedene Landschaft. 

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Abstieg hinterm Schülberg

Für den Abstieg wählen wir anfänglich die gleiche Route zurück zum Kreuz und laufen dann hinterm Schülberg entlang. Der erste Teil verläuft auf einem einfachen, bereits gespurten Weg. Am Ende vom Schülberg wählen wir die grün eingezeichnete Linie auf der swisstopo-Karte. In der Praxis erweist sich diese Variante als ungünstig. Das Gelände führt in eine eingeschnittene Struktur, die einem kleinen Canyon ähnelt. Die Orientierung ist schwierig, und der Abstieg erfolgt entlang der Spur eines einzelnen Schneeschuhläufers. Der Hang ist teilweise steil und unübersichtlich. Im Nachhinein würden wir diese Route nicht nochmal wählen und lieber ein Stück weiter bis zur blau eingezeichneten Skitourenroute hinter dem Pfannenstöckli laufen, um dort abzusteigen.

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Pause an der Kapelle oberhalb der Druesberghütte

Nach dem Abstieg legen wir oberhalb der Druesberghütte bei der St. Jakobs Kapelle nochmals eine letzte Pause ein. Sie liegt leicht erhöht und ist über einen kurzen Abstecher erreichbar. Wir stellen uns vor, wie die Kirchgänger im Sommer den Aufstieg hier hinauf in Angriff nehmen – eine wirklich schweisstreibende Angelegenheit.

Der Ort bietet eine freie Aussicht auf die umliegenden Hänge und zurück ins Tal. Mehrere Sitzgelegenheiten laden zu einer Rast ein. Nach den steileren und unübersichtlichen Passagen des Abstiegs ist dies ein ruhiger und übersichtlicher Platz für eine letzte Pause.

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Langer Rückweg ins Tal

Nach der Pause führt die Route zurück zur Druesberghütte und von dort weiter Richtung Weglosen. Der untere Teil entspricht dem Zustieg. Der Rückweg fühlt sich ewig lang an und unsere Füsse brennen. Trotzdem haben wir ein Grinsen auf dem Gesicht, wenn wir an die Momente auf der Hochebene zurückdenken – ja, die Tour hat sich definitiv gelohnt!

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Fazit

Die Schneeschuhtour von Weglosen zur Druesberghütte und weiter auf den Piet führt durch abwechslungsreiches Gelände mit einem steilen Einstieg und einem langen Zustieg über Hänge und Alpflächen. Erst im oberen Bereich wird die Landschaft offener und ruhiger. Richtung Piet wird die Route zunehmend weiträumig und erfordert gute Orientierung. Der Gipfel selbst liegt ruhig und wenig besucht, mit weiter Sicht über das Hoch-Ybrig und die umliegenden Bergzüge. Insgesamt ist es eine fordernde Tour, die sich vor allem für erfahrene Schneeschuhläufer eignet.

ECKDATEN

Dauer6:45 Stunden
Höhenunterschied↗ 1000m ↘ 1000m
Länge14.4 km
SchwierigkeitKonditionell anspruchsvoll, technisch kurz anspruchsvoll beim Aufstieg zum Piet
LageKanton Schwyz
Genaue RouteWeglosen – Druesberghütte – Piet – Rund um den Schülberg – Kapelle – Druesberghütte – Weglosen
Tour durchgeführt imMärz 2025
Geeignet für KinderSehr lang für Kinder, würde ich nicht empfehlen.
Buchempfehlung für weitere Schneeschuhtouren in der SchweizDas grosse Schneeschuhtourenbuch der Schweiz

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